Was gute Integration wirklich bedeutet

Spiegel Online schreibt darüber, Was gute Integration in Deutschland bedeutet. Die detaillierte Ansicht zeigt Umfrageergebnisse zum Thema, unter anderem einen Punkt „Achtung der Menschenrechte“.  Hier hängt der Hammer: Es geht nicht darum, ob „die Menschenrechte“ geachtet werden. Es geht darum, was „die Menschenrechte“ überhaupt sind!

„Wir“ beziehen uns dabei normalerweise auf die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (oder UN-Menschenrechtscharta).

Aber es gibt – gerade im vom Islam geprägten Kulturkreis – auch andere Interpretationen.

Im Jahr 1990 beschloss die Organisation der Islamischen Konferenz die Kairoer Erklärung der Menschenrechte, die inhaltlich erheblich von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte abweicht, obwohl sie im Wortlaut ähnlich gehalten ist. Sie garantiert z. B. keine Gleichberechtigung von Männern und Frauen und kein Recht auf freie Wahl der Religion oder des Ehepartners. Weiter stellt sie alle dargestellten Rechte unter den Vorbehalt der islamischen Schari’a.

Wikipedia-Eintrag „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ CC-by-sa-3.0

Also: Meine Definition für „gute Integration“: Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte respektieren – ohne Scharia-Vorbehalt, mit Gleichberechtigung, freier Wahl der Religion und des Ehepartners.

Und ich wünsche mir, dass Statistiker und Journalisten bei solch (emotional und inhaltlich) zentralen Begriffen nicht mehr in so einfache Fallen tappen.