Religionsfreiheit

Die größte Herausforderung unserer Zeit liegt im Umgang mit der Religionsfreiheit, im Konflikt zwischen denen, die sie unterstützen und denen, die sie verneinen.Entgegen der landläufigen Meinung verläuft diese Konfliktlinie nicht zwischen den bürgerlichen Parteien und der AfD.

Den wichtigsten Anhaltspunkt liefert die blanke Existenz einer „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam„, die – unter anderem – die Religionsfreiheit verneint.

Bewertung

Adama Dieng, ein Mitglied der Internationalen Juristenkommission, kritisiert die Kairoer Erklärung, weil

  1. sie den interkulturellen Konsens ernstlich bedrohe, der die Grundlage der internationalen Menschenrechte ist
  2. sie, im Namen der Verteidigung der Menschenrechte, zu untragbaren Diskriminierungen von Nichtmuslimen und Frauen führe
  3. sie, in Bezug auf bestimmte grundlegende Rechte und Freiheiten, einen gezielt einschränkenden Charakter aufweise, so dass bestimmte, wesentliche Bestimmungen unter dem geltenden Standard einiger islamischer Länder lägen
  4. sie, unter dem Schutz der islamischen Schari’a, die Legitimität von Praktiken, beispielsweise der Körperstrafen, bestätige, welche die Integrität und Würde des menschlichen Wesen angriffen.

Wikipedia, „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

„Religionsfreiheit schützen, Islam ablehnen“? – so einfach könnte man es sich machen, aber es gibt auch Anhänger des Islams, die die Religionsfreiheit unterstützen. Ob es eher 80% der Moslems sind oder eher 8% werden wir wohl nie erfahren.

Der Bruch läuft nicht zwischen bürgerlichen Parteien und AfD. Der Bruch verläuft irgendwo durch den Islam.

Auch die christlichen Gesellschaften haben sich, z.B. im Kontext des 30jährigen Krieges, dazu durchgerungen, die Religionsfreiheit zu akzeptieren. Vielleicht würde eine ähnliche Reform der Akzeptanz des Islam in der europäischen Gesellschaft guttun.

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