Einige Themen kommen in diesen Tagen spannend zusammen: Spiegel Online beschreibt eine Wertestudie: Immer mehr Deutsche zweifeln an der Demokratie. Darüberhinaus findet Porsche-Chef Wiedeking in einerBrandrede, daß das „wir verarmen, wenn wir asiatisch werden wollen“. (Womit er wahrscheinlich recht hat.) Er schildert daß wir, anstatt Lohnkosten zu senken, die Abwanderung von Firmen nicht weiter über EU- und andere Subventionen unterstützen sollen.

Insgesamt zeigen mir die Ereignisse der letzten Jahre, daß alle (einschließlich, aber nicht nur die Wirtschaftslenker) zu ihrer sozialen Verantwortung zurückfinden müssen:

  • Bürger und andere Menschen die in Deutschland wohnen: Viele nutzen unser soziales Netz aus und/oder arbeiten schwarz
  • Wirtschaftslenker, die sich auf Kosten ihrer Firmen bereichern: Enron, Parmalat und Worldcom kommen mir spontan in den Sinn. Wirtschaftlichkeit dagegen ist kein angenehmes, aber ein legitimes Anliegen der Wirtschaftslenker. Getreu dem Motto „Es gibt immer einen noch größeren Fisch“ (Star Wars I 🙂 sind auch die Vorsatandsvorsitzenden der Firmen dem Aufsichtsrat verpflichtet – in dem übrigens in Deutschland oft auch Arbeitnehmer und/oder Gewerkschaften vertreten sind!
  • Politiker, die spontan vor Landtagswahlen opportunistisch zur Kapitalismuskritik blasen, und sich über Spendenaffären, Stiftungs- oder EU-Pöstchen bereichern solange sie im Amt sind und danach spannende Rollen in der Wirtschaft spielen.
  • Die „vierte Kraft“, die Medien, reden auch oft den Lesern nach dem Munde um Auflagen und Einschaltquoten zu steigern. Dabei führt die (legitime) Jagd nach der breitesten Masse unweigerlich zu Zuständen wie im alten Rom: Brot (Sozialsysteme) und Spiele (Massenmedien).

Aber… wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen – und wer sitzt nicht im Glashaus?

Wie kommen wir aus dieser vertrackten Lage wieder heraus?

Ein Weg könnte über eine stärkere direkte Beteiligung der Bevölkerung an den Firmen führen: Mehr Aktien kaufen. Doch wer heute kein Geld hat, kann sich sicher nicht genug Aktien leisten, um damit seine Existenz abzusichern.

Dranbleiben… Vielleicht kommt der Geistesblitz ja noch…