Am vergangenen Wochenende waren wir in Amsterdam. Manche mögen dabei zunächst an Coffeeshops und Pflanzenprodukte oder an arme Damen denken, die so wenig anzuziehen haben, daß sie ihr Studium mit ungewöhnlichen Tätigkeiten finanzieren müssen. Zunächst sei gesagt: Amsterdam ist eine wahnsinnig schöne Stadt.

Doch das Thema für diesen Artikel ist das Anne Frank Haus und ein paar dadurch inspirierte Gedanken.

Für die, die die Geschichte von Anne Frank nicht kennen (ich kannte sie auch nur oberflächlich) sei auf den Anne-Frank-Eintrag in der Wikipedia verwiesen. Hier nur so viel: Anne Frank, ein damals 13jähriges jüdisches Mädchen, und sieben weitere Personen mussten sich im Juli 1942 in einem Hinterhaus in Amsterdam vor den Nazis verstecken. Während etwas mehr als zwei Jahren konnten sie nicht nach draußen und durften auch sonst keine Aufmerksamkeit erregen. Anne hielt dieses Leben „im Hinterhaus“ in den berühmten Tagebüchern der Anne Frank fest. Kurz bevor die Alliierten Amsterdam erreichten wird das Versteck verraten und die acht Versteckten verhaftet. Mit dem letzten Transport werden sie in das KZ-System geschafft, wo alle außer Annes Vater Otto Frank umkamen. Anne starb wenige Wochen bevor „ihr“ Lager von britischen Truppen befreit wurde. Otto Frank veröffentlichte Annes Tagebücher kurz nach dem Krieg und unterstüzte die Bestrebungen, das Versteck, das Hinterhaus, in ein Museum umzuwandeln: Das Anne Frank Haus.

Das Anne Frank Haus zieht den Besucher in seinen Bann. Schon im Vorraum, bei der Gelegenheit, ein Modell des Hinterhauses zu studieren und sich anhand der Broschüre auf den Besuch einzustimmen breitet sich Schweigen aus. Die leeren Räume (die Möbel waren von den Nazis abtransportiert worden, und es war Otto Franks Wunsch, die Räume bei der Umgestaltung leer zu lassen) vermitteln ein immer bedrückenderes Gefühl. Die Räume sind dekoriert mit Zitaten aus den Tagebüchern, mit kleinen Alltagsgegenständen der Familie. Manchmal gibt es kurze Video-Einspielungen von den Helfern, oder auch eine von Otto Frank.

Ich möchte nützlich sein, oder den Menschen Freude bringen, sogar denen, die ich nie getroffen habe. Ich möchte über meinen Tod hinaus leben. Und darum bin ich Gott dankbar für dieses Geschenk [zu schreiben], das ich nutzen kann um alles was in mir ist zu entwickeln und auszudrücken.
– Anne Frank,

Anne Franks Tagebücher sind ein weltweiter Bestseller, und der Gedanke daß Anne immer wieder betont hatte, daß sie Schriftstellerin werden wollte, und daß alle diese Wünsche sich nach ihrem Tod (vielleicht sogar durch ihren Tod) erfüllten, ist erschütternd.

Eine einzige Anne Frank bewegt uns mehr als die zahllosen anderen, die genau wie sie litten, aber deren Gesichter im Schatten bleiben. Vielleicht ist es besser so: Wenn wir fähig wären, das Leiden all dieser Menschen aufzunehmen, könnten wir nicht mehr leben.
-Primo Levi, Autor und Überlebender des Holocaust.

Ich könnte vergehen vor Respekt vor dieser fünfzehnjährigen Anne Frank, ihren Wünschen und ihrer Leistung. Auch die anderen sieben „im Hinterhaus“ und ihre Helfer demonstrieren über alle Maßen Menschlichkeit – Qualitäten, Stärken, aber auch Schwächen. Wir sollten uns öfter an sie erinnern. Die Zeit naht wieder, in der Intoleranz wächst, in der unsere Freiheiten wieder in Gefahr sind. Doch diesmal sind unsere Freiheiten von vielen Seiten bedroht: unter anderem durch eine Religion, die „Unterwerfung“ heisst, die ihren Anhängern die Unterdrückung von Andersgläubigen (nicht nur Juden!) und von Frauen vorschreibt, und auch von Politikern, die in ihren Anstrengungen, unsere Freiheiten zu schützen, über das Ziel hinausschießen und aus falsch verstandener politischer Korrektheit wieder wegsehen:

193. Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. […]
Der Koran, 2. Sure

Wohlgemerkt: Nicht alle Muslime sind Terroristen, doch ist momentan die überwiegende Zahl der Terroristen Muslime. Tendenz steigend. Mehr in Ralf Langeders Kommentar zu Religiös unkorrekt. Es ist beobachtbar, daß der Islam auf verschiedenen Ebenen mehr und mehr zu einem Problem wird.

Wie kann sich eine Demokratie schützen vor jenen, die sie unterwandern und die demokratischen Rechte (bspw. das Wahlrecht! – siehe dazu auch Zum Vordenker der “Muslimischen Bruderschaft” und anderen) ausnutzen um die Demokratie abzuschaffen???

Schlußworte:

Der Titel dieses Beitrages, „Geh‘ so oft wie möglich ins Museum“, ist ein Zitat von Van Gogh. Es passt von sich aus schon gut zu dem Besuch im Anne Frank Haus, doch meine bessere Hälfte hat es perfektioniert: „… denn jedesmal, wenn man ins Museum geht, erweitert sich der geistige Horizont, und das geht nie mehr verloren.“

Ist es nicht wunderbar, daß niemand auch nur einen Moment warten muß zu beginnen, die Welt zu verbessern.
– Anne Frank

Also los!

Dieser Artikel steht noch provisorisch… ungeschliffen, aber mit einem herzhaften Eindruck aus Amsterdam.