Eine kurze übersetzte Zusammenfassung eines bezahl-Artikels im Economist: Absurdly green (aus der Papierausgabe des Economists vom 9. Juli 1998):

Als der Artikel geschrieben wurde, plante Schweden den totalen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2001 – trotz des hohen Sicherheitsstandards im Inland und der Tatsache, daß einerseits im Inland weder durch erneuerbare noch durch fossile Energien Ersatz zur Verfügung stand. Mehr noch: Ohne das schwedische Angebot am skandinavischen Energiemarkt steigt die Nachfrage nach Strom aus Kernkraftwerken aus der ehemaligen Sowietunion. Das Kraftwerk Ignalina in Litauen beispielsweise ist nur 800 km von Stockholm entfernt und berühmt für seine schlechten Sicherheitsstandards. 800 km – das ist wesentlich näher als Tschernobyl, das durch seine heftigen Auswirkungen auf Schweden die intensive Abneigung gegen Kernkraft ausgelöst hatte.

Dieser Artikel wurde geschrieben, damit sich „Die schwimmende Steckdose“ darauf beziehen kann. Aber jetzt stellt sich mir auch die Frage: Weiß irgendjemand, was aus dieser ganzen Geschichte geworden ist? – Ignalia scheint noch in Betrieb zu sein, obwohl Projekte zur Stillegung ausgeschrieben sind. Der letzte Störfall (ohne Austritt von Radioaktivität) war vor exakt einem Monat (4. August). Wie ist es mit den Kernkraftwerken in Schweden?