Schottische Wissenschaftler haben wohl das erste Schwarze Loch im Labor nachgestellt. Als Ausrüstung diente eine Anordnung aus Lasern und Glasfaser – so konnte ein „nulldimensionaler Ereignishorizont“ beobachtet werden. Jetzt begeben sich die Wissenschaftler auf die Suche nach der Hawking-Strahlung.

Das IEEE Spectrum berichtet, daß die Anordnung aus einer Glasfaser mit besonderen (nicht-linearen) optischen Eigenschaften besteht. So wird ein besonders starker Lichtpuls in der Glasfaser „gebremst“. Ein hinterhergeschickter „normaler“ Lichtpuls kann den „gebremsten“ nicht „überholen“ – er ist in der Glasfaser gefangen, der Querschnitt zur Faser hat Eigenschaften eines Ereignishorizontes – also eines schwarzen Loches. Jetzt beginnt die Suche nach der Hawking-Strahlung…

Dies wäre insbesondere eine Situation, da Wissenschaftler gerade mit dem Large Hadron-Collider, einem riesigen Teilchenbeschleuniger, versuchen, „richtige“ Schwarze Löcher auf der Erde nachzustellen, sogenannte „Mini-Schwarze Löcher„.

Besonders spannend wird aus dieser Perspektive, ob die Ergebnisse der beiden Experimente zusammenpassen – aus anderen Feldern der Physik ist bekannt, daß die Zahl der Dimensionen durchaus eine Rolle spielt, es ist also wichtig, ob ein Experiment sich auf einer Ebene abspielt oder auf einem Strich. Beispielsweise gibt es Verkehrsstaus in dieser Weise nur auf einem Strich (der Straße), nicht aber in einer Ebene (bspw. in der Wüste).