Terror oder Amok?

Ansbach – Ein Terrorist?

München – Ein Amokläufer?

Spiegel Online meint:

[Der Münchner Täter] war, nach allem, was man weiß, ein Rassist mit rechtsextremen Motivationen. Er war kein Amokläufer, der aus einem diffusen Gefühl von Wut und Weltekel heraus agierte.

In der Folge wird die Reaktion via den Sicherheitsapparat verneint und stattdessen mehr Integration gefordert. Der Konfliktforscher Ulrich Wagner wird aus einem Interview im Deutschlandfunk zitiert:

Die „Gefühle von Benachteiligung und Ausschluss“, so Wagner im Deutschlandfunk, seien oft Grund für solche Taten, sie müssten ernst genommen und besser aufgelöst werden.

Ein zentraler Punkt kommt dabei leider unter die Räder: Die Zeit!

BEIDE haben recht – sowohl die Menschen die jetzt eine Antwort über den Sicherheitsapparat suchen als auch die Menschen, die Konflikte „an der Wurzel“ lösen wollen.

Nur… wir können nicht warten. Solange die „Wurzel“ der Konflikte nicht zuverlässig gelöst ist, müssen wir über den Sicherheitsapparat gehen. Die Möglichkeiten der Polizei und sonstigen Behörden zu erweitern lässt sich im Rahmen von Monaten ändern, und auch wenn das selbstverständlich Anschläge, Amokläufe und andere Zwischenfälle nicht zu 100% ausschließt können die Behörden doch die Schwelle heben.

Ein Umdenken der nötigen Größenordnungen in zwei Gesellschaften (jaja… ich habe im Konfliktmanagementkurs aufgepasst: Solange eine Partei einen Konflikt erlebt ist er vorhanden…) ist eine Aufgabe für Jahrzehnte. Es gibt Menschen die bezweifeln, ob das überhaupt geht – eine Antwort auf diese Frage werden bestenfalls unsere Kinder erleben, eher unsere Enkel.

In der Zwischenzeit müssen die Behörden für mehr Sicherheit sorgen und uns so die Zeit verschaffen, besser miteinander zu reden.